Holunderküchlein
Ein Geruch, den ich im Garten besonders liebe, ist der von frischen Holunderblüten. Darum habe ich mich dieses Jahr sehr gefreut, als sich die ersten Blüten blicken ließen. Und da Holunderblüten auch einen ganz besonders feinen Geschmack haben, liebe ich es sie in der Küche zu nutzen. Als Eis schmecken sie traumhaft, aber sie eignen sich auch als hübsche Deko, die ein Gericht geschmacklich noch aufwertet (z.B. einen Mikrowellen-Käsekuchen). Ich wollte aber schon immer frittierte Holunderküchlein ausprobieren. Leider waren die letzten Jahre zur Blütezeit die Dolden aber so von Blattläusen befallen, dass daraus nichts wurde.
Aber dieses Jahr, endlich, keine einzige Blattlaus am Holunder. Zumindest keine die ich gesehen habe. Wahrscheinlich haben sie sich dieses Jahr einfach so auf den Grünkohl gestürzt. Oder die Marienkäfer und Meisen waren diesmal einfach schneller und haben den Holunder lausfrei gehalten. Gut für mich und gut für dich, denn so gibt es nun dieses wirklich leckere Rezept.

Beim Holunder ist zu beachten, dass alle grünen Teile, wie auch die reifen Beeren, leicht giftig sind und beim Verzehr Magen-Darm-Probleme verursachen kann. Durch das Erhitzen der Teile kann der Giftstoff jedoch zerstört werden. Da bei den Holunderküchlein nur der Blütenteil im heißen Öl schwimmt und somit erhitzt wird, sollten die dickeren grünen Stiele nicht gegessen werden. Sie schmecken eh nicht sonderlich. Die Küchlein lassen sich besonderes einfach essen, wenn man die Blüten mit einer Gabel von den Stielen entfernt. Dann kann man sie wunderbar mit den Fingern oder Besteck essen.
Zutaten
- 14 Holunderblütendolden
- 350 g Mehl
- 550 g Sojamilch
- 1 Pr. Salz
- 1 EL Zucker
Sonstiges
- Rapsöl (zum frittieren)
- ca.5 EL Puderzucker
Zubereitung
Holunderblüten vorsichtig ausschütteln und evtl. vorhandene Insekten zu entfernen. Nicht waschen, sonst geht der Geschmack verloren.
Mehl, Sojamilch, Salz und Zucker zu einem glatten Teig verrühren.
In einem kleinen Topf ca. 4cm hoch Rapsöl erhitzen. Den Stiel eines Holzlöffels ins Öl auf den Topfboden halten. Steigen viele Luftblasen auf, ist das Öl heiß genug.
Die Holunderblüten in den Teig tunken und hin und herbewegen, bis sie vollständig mit Teig ummantelt sind.
Etwas abtropfen lassen und mit einer drehenden Bewegung ins heiße Fett legen. Die Stiele sollen dabei aus dem Öl ragen.
Goldbraun frittieren, dann herausnehmen und auf Küchenkrepp etwas entölen.
Mit Puderzucker bestreuen und mit frischen Erdbeeren oder Erdbeersauce genießen.