Wenn jetzt im Frühling die Wiesen wieder in sattem Grün leuchten, ist die beste Zeit, um Wildkräuter in der Küche neu zu entdecken. Löwenzahn ist dabei ein echter Allrounder- robust, weit verbreitet (manch einer sagt sogar Unkraut dazu 😉 ) und voller Geschmack. Blätter, Blüten, Stiele, Wurzeln, alles an der Pflanze ist essbar und soll eine heilsame Wirkung haben. Während die Blätter als Beigabe zu Salaten schon häufiger Einzug in die Küche haben und auch die Blüten mittlerweile vermehrt zu veganem Honig verarbeitet werden, wurden die Stiele bei mir bislang lediglich dazu verwendet Kordel oder Minikörbchen zu machen. Mit diesem Rezept für Löwenzahnnudeln wird sich dies nun aber ändern. Beim Sammeln solltest du darauf achten nur Löwenzahn von unbelasteten Wiesen zu nehmen.
Um den bitteren Milchsaft, der fälschlicherweise häufig für giftig gehalten wird, zu neutralisieren, werden die Stiele kurz gekocht. Über bleibt ein überraschend mildes Aroma und eine zarte, angenehme Konsistenz, die an eine feine Gemüsebeilage erinnert. Die gebratenen Löwenzahnstiele schmecken pur, aber auch als Topping auf Salat oder als Beilage neben Reis- oder Nudelgerichten.

Achtung: Bei Problemen mit der Gallenblase oder Darmverschluss sollte kein Löwenzahn konsumiert werden. Auch in der Schwangerschaft sollte man vorsichtig sein, da größere Mengen Löwenzahn wehenfördernd sein können.
Löwenzahnnudeln
Zutaten
- Ca. 20 Löwenzahnstängel
- etwas Salz
- 1 EL Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Pr. Chiliflocken
Anleitungen
- Stiele waschen und die Köpfchen entfernen.
- In etwas leicht gesalzenem Salzwasser die Stängel 10min köcheln lassen.
- Durch ein Sieb abgießen.
- Knoblauch reiben und zusammen mit den Löwenzahnstielen im Olivenöl kurz anbraten
- Mit Salz und Chiliflocken abschmecken.
